Auf dieser Site gibt es umfassende Informationen über die zahlreichen Schlösser, Guts- und Herrenhäuser in der Region:
Mecklenburg-Vorpommern
Zwei Landesteile, die erst seit dem 20. Jahrhundert einen gemeinsamen Weg beschreiten.
Bis November 1918 prägend war eine Ordnung mit Ständen, auf deren Mitbestimmung die (Groß-)Herzöge Mecklenburgs seit je her angewiesen waren.
Kennzeichnend war der dreigliedrige Aufbau aus Domänen in herzoglichen Besitz, der Ritterschaft (ritterschaftliche Güter) und der sogenannten Landschaft (städtische Güter).
Für alle ritterschaftlichen Güter Mecklenburgs galt, dass damit auch das Recht des Gutsherrn verbunden war, vor dem Landtag in eigener Person zu erscheinen und seine Rechte gegenüber dem Herzog zu vertreten.
Mit dem Gut war insofern auch ein dauerhafter Sitz im Landtag verbunden.Gegenüber der jeweiligen lokalen Bevölkerung übten die Gutsherren in einem beschränkten Maße auch administrative, polizeiliche sowie rechtspflegerische Aufgaben aus. Doch die Struktur änderte sich: Zum Ende der Monarchie in Mecklenburg wurde die Mehrzahl der landtagsfähigen Güter aus Bürgerlichen gebildet.
Die in den Landständen organisierten Ritterschaft und Städte konnten über die Jahrhunderte von den Herzögen immer wieder entscheidende Machtbefugnisse an sich ziehen. Zur Ausbildung eines Absolutismus kam es in Mecklenburg infolgedessen nicht.
Die eigentümliche Vermischung von Staatsgewalt und Eigentum, von öffentlichem und privatem Recht blieb nicht unerkannt. Reformbemühungen der Großherzöge scheiterten jedoch an der zu reformierenden Institution des Landtages selbst.
Ein allerletzter ernstzunehmender Reformversuch wurde nach dem Aussterben der Mecklenburg-Strelitz‘schen Großherzöge ab Februar 1918 unternommen. Diese Bemühungen wurden jedoch von den Ereignissen der Novemberrevolution überholt.
Vorpommern, das 1648 schwedisch wurde, wurde 1720 bzw. 1815 in das preußische Staatsgebiet integriert. Die ritterschaftlichen Güter waren auch hier mit Sitz im Provinziallandtag verbunden, wenngleich hiermit nur eine beratende Funktion verbunden war. Trotz der preußischen Agrarreform blieb die Stellung der Gutsherrschaften in den folgenden Jahren weitgehend erhalten.
Pfingstmontag wird diese Geschichte lebendig: Durch Menschen, die dieses bauliche Erbe annehmen, es erhalten und kulturell wiederbeleben.














